Fremd in der Linse

 

Längst haben sich die Kultur- und Umweltwochen des Forums zu einer festen Größe in der kulturellen Szene des Kreises entwickelt. So ist es bereits das elfte gemeinsame Veranstaltungsprojekt des Forums im Kreis, das hochaktuell diesmal im Zeichen von "Fremd in der Linse" steht.

 

Die Initialzündung für die Gründung des Forum Kultur&Umwelt im Kreis Herzogtum Lauenburg (Januar 2005) bildete der Kulturvertrag zwischen Stiftung und Kreis, der mit den Stimmen der CDU-Mehrheit im Kreistag (Dez. 2004) durchgesetzt worden war. Als Reaktion auf die Kreistagsentscheidung schlossen sich unabhängige Organisationen, Verbände und kommunale Einrichtungen aus dem Kultur-, Natur- und Umweltschutzbereich im Forum zusammen, nachdem sie zuvor in einer Resolution die fehlende Transparenz und Mitbestimmung bei der Verteilung von öffentlichen Fördergeldern durch die Stiftung kritisiert hatten. Aus diesen Anfängen ergaben sich bis heute Ziel und Anspruch des Forums, als Plattform zu dienen für eine kritische Auseinandersetzung mit der Kultur-und Umweltpolitik im Kreis. Daneben organisiert das Forum seit 2006 meist alljährlich eine mehrwöchige Veranstaltungsreihe im Herbst zu einem besonderen Leitthema aus dem Kultur-oder Umweltbereich und publiziert dazu ein Programmheft.

 

Was mit dem Umweltprojekt "Knick in der Linse" (2006)  begann, setzte sich in den folgenden Jahren mit den erfolgreichen Veranstaltungsreihen "Bach in der Linse" (2007), "Wald in der Linse" (2009) und "Grenzen in der Linse" (2010) fort. Während sich das fünfte Veranstaltungsprojekt des Forums mit den unterschiedlichen Erscheinungsformen und Ausprägungen von Grenzen in der Natur, beim Klimawandel, in Wirtschaft, Kultur, Politik und archäologischer Frühgeschichte des Kreises befasste, erhielt die 2011 durchgeführte Reihe zum Thema "Energie in der Linse" besondere Aktualität durch den Reaktorunfall von Fukushima und die dadurch ausgelösten Diskussionen um den Atomausstieg.

 

Das Thema fand im darauffolgenden Jahr mit dem Projekt "Energiewende-Messe" (2012) seine Fortsetzung. Zugleich wurden neue Wege beschritten angesichts der besonderen Herausforderungen durch die eingeleitete Energiewende und nach langen, intensiven Programmplamungen das ambitionierte  Konzept einer Themenkonferenz in Kombination mit Messe und einem "Markt der Möglichkeiten" auf dem Messegelände in Geesthacht realisiert, um ganz konkret und praxisnah Möglichkeiten einer Energiewende sowohl für Betriebe als auch für den einzelnen Bürger aufzuzeigen.

 

Auch bei ihrem zehnten Projekt "Kultur(en) in der Linse" (2015) präsentierte sich das Forum in der Öffentlichkeit wieder mit einem breitgefächerten kulturellen Angebot, das zugleich auch Audruck der besonderen pluralistischen Struktur der Vereinigung als Zusammenschluß unabhängiger Organisationen und Einrichtungen im Kultur-, Natur- und Umweltschutz-bereich ist.

 

Ebenso zum diesjährigen Motto der Veranstaltungsreihe "Fremd in der Linse" bietet das Forum  eine abwechslungsreiche Mischung aus Vorträgen, Lesungen, Exkursionen, Ausstellungen und Kunstaktionen. Die Veranstalter haben ein vielfältiges Programm mit den unterschiedlichsten Facetten zusammengestellt, in dem sich Informatives, aber auch Nachdenkliches und Unterhaltsames findet und dem ein reges Publikumsinteresse zu wünschen ist.

 

Über den folgenden Download des Programmheftes erhalten Sie eine Übersicht des gesamten Veranstaltungsangebotes zu den diesjährigen Kultur- und Umweltwochen.

Fremd in der Linse
Programmheft zur Reihe
16. September bis 13. November 2016
Fremd in der Linse.pdf
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