Ein Schulprojekttag 3./4., 5./6. Klasse

"Eine Messerspitze Salz"

Über Mengenangaben in Kochrezepten

 

Das älteste zurzeit bekannte deutsche Kochrezept stammt aus dem „Das bu:och von gu:oter spise“. Das handschriftliche Kochbuch aus der Zeit um 1350 beschreibt eine Konkavelite; eine süße Füllung aus Mandelmilch und Kirschen.

 

Zum Salz äußert sich der unbekannte Verfasser wie folgt „Und man versalze es nicht und serviere es“.

Mengenangaben wurden früher nur sehr ungenau oder gar nicht angegeben.

 

„…eine halbe Nuß“, „.., eine Handvoll …“ oder „zwei halbe Eierschalen voll …“. Heute werden die Zutaten genau in Gramm abgewogen.

 

Wir wollen uns mit den verschiedenen Mengenangaben beschäftigen und nach einem alten Rezept ein Brot backen. Für das Auswiegen der Zutaten werden wir eine alte Waage verwenden. Dafür müssen wir die Gewichtsangaben vergleichen, eventuell auch umrechnen und die entsprechenden Gewichte zum Auswiegen zusammenstellen.

 

Grundrezepte für Brot bestehen aus Mehl, Hefe oder Sauerteig, Wasser und Salz. Meistens ist es eine Prise Salz und wir werden Fragen nachgehen wie

„Woher kommt unser Salz?“

„Und woher kam es früher?“

„Auf welchem Weg kam das Salz nach Mölln?“

„Was können wir über die Lebensmittelversorgung der damaligen Zeit erfahren?“

 

Wir besuchen das Stadtmuseum in Mölln und informieren uns über die lokale Geschichte der Stecknitzfahrer und die damit verbundene Bedeutung des Salzes.

 

Das Projekt und die Backergebnisse sollen auf einer Karte 21 x 14,8 cm dokumentiert werden.

 

Den teilnehmenden Schulklassen entstehen keine Kosten, das Projekt wird vom Forum für Kultur&Umwelt im Kreis Herzogtum Lauenburg finanziert.

 

Eva Ammermann
Bildende Künstlerin und
Kulturvermittlerin in S-H

Möllner Str. 49
22958 Kuddewörde
Tel. 04154 81549
Mobil 0172 5323572

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