„Auf der nassen Salzstraße“

 Ein Vortrag über die Stecknitzfahrt zwischen Lauenburg und Lübeck

 

Als am Maria-Magdalenen-Tag 1398 die ersten Salzprahme unter Glockengeläut in Lübeck eintrafen, war es eine Sensation: Auf dem ersten Wasserscheidenkanal Mitteleuropas war der Betrieb aufgenommen worden. Zur Erleichterung des Salzhandels zwischen Lüneburg und Lübeck waren auf Initiative der Stadt Lübeck die Flüsse Stecknitz und Delvenau durch den „niegen Graben“ zu einer durchgehenden Wasserverbindung zwischen Elbe und Trave verbunden worden. Mehr als vierhundert Jahre lang wurden auf diesem Wasserweg Salz, aber auch viele andere Güter transportiert. Der Ausbau der Wasserstraße mit einem ausgeklügelten Schleusensystem war eine technische Meisterleistung des Mittelalters. Ebenso bedeutend war die wirtschaftliche Bedeutung der Stecknitzfahrt nicht nur für die Region, sondern auch für die Hanse, denn ein Großteil des begehrten Konservierungsmittel Salz wurde über diesen Kanal nach Lübeck verschifft. Träger des Handels waren die Lübecker Salzfahrer und das Amt der Stecknitzfahrer. Noch heute erinnern technische Relikte im Gelände und Kunstwerke in Kirchen an den lukrativen, aber auch beschwerlichen Salzhandel zwischen Lauenburg und Lübeck.

 

Referentin: Dr. Claudia Tanck

 

Veranstalter: Heimatbund und Geschichtsverein, Bezirksgruppe Lauenburg/Elbe

 

Ort: 21481 Lauenburg/Elbe, Hotel „Bellevue“, Blumenstraße 29

 

Termin: Dienstag, 17. Oktober 2017, 19.30 Uhr