Leser-Meinung

Undemokratische Ansätze

 

03. Mai 2008

 

Zum Bericht der LN über die kulturpolitische Podiumsdiskussion mit den Kreistagskandidaten von CDU, SPD, den Grünen und der FDP schreibt Helmut Maack aus Talkau für die BUND-Kreisgruppe:

 

Besonders einige Behauptungen, die Kreispräsident Füllner aufgestellt hat, können nicht unwidersprochen bleiben:

 

Er sieht angeblich einen Erfolg der CDU- Kulturpolitik (mit Ihrer einseitigen Förderung der Stiftung Herzogtum Lauenburg) darin, dass das Forum Kultur und Umwelt mit zusätzlichen, bemerkenswerten Kulturangeboten aufgetreten ist. Diese Bewertung ist zynisch, wenn man Sie vor dem Hintergrund betrachtet, dass dieses unabhängige Forum-von Herrn Füllner vehement abgelehnt wurde und Förderanträge an die Stiftung mehrmals ignoriert wurden.

 

Klar stellte sich Herr Füllner auch gegen die allgemeine Auffassung, dass die Leistungen des ehrenamtlichen Natur-und Umweltschutzes kulturell bedeutsam sind und in die Kulturförderung einbezogen werden müssen. Dies wehrt er mit der abstrusen Behauptung ab, der Naturschutz werde anderweitig gefördert. Richtig ist, dass die Förderung der Naturschutzverbände im Kreistag seit 2003 gestrichen ist. Sollte Herr Füllner Naturschutzförderung im Ehrenamt verwechseln mit Ausgleichsmaßnahmen für Eingriffe in Natur und Landschaft?

Für den kulturpolitischen Sprecher der CDU ist die Förderung einer gleichberechtigten ehrenamtlichen Zusammenarbeit aller Kulturschaffenden kein Thema. Damit entlarvt sich die CDU im Kreis Herzogtum Lauenburg in ihren kulturpolitischen Ansätzen alstmdemo-kratisch und machtbesessen - ohne Rücksicht auf diejenigen, die sich für Kultur in ihrer Vielfalt im Kreis engagieren.