Spenden für Fukushima

Benefizveranstaltung im Amtsrichterhaus

Ganz im Zeichen der Solidarität mit Japan nach der Katastrophe von Fukushima stand der Benefizabend am 23. Oktober 2011, den der Freundeskreis Amtsrichterhaus in Schwarzenbek mit einem abwechslungsreichen Programm veranstaltete. Schauplatz der Aktivitäten bildeten die gesamten Räumlichkeiten des Amtsrichterhauses , aber auch der Park des Amtsrichterhauses.

 

Den Abend eröffnete eine Lesung japanischer Dichtkunst mit dem Rezitator und Schauspieler Clemens von Ramin. Der von ihm präsentierte literarische Reigen reichte von der originär japanischen Kunstform des Kurzgedichts (Haiku), Natur-und Liebeslyrik über Sagen und Märchen zum Kopfkissenbuch der Hofdame Sei Shonagon, eines der frühesten und zugleich bedeutendsten literarischen Prosawerke Japans. Ramin bewies im Vortragen ein ausgezeichnetes Gespür für unterschiedliche lyrische Stimmungen; zudem gelang es ihm, für die verschiedensten literarischen Situationen immer den richtigen Ton zu treffen. Mit seinem ausdrucksstarken Vortrag zog Ramin die Zuhörer in seinen Bann.

Im und um das Amtsrichterhaus fanden weitere Aktivitäten statt: Der günstige Kauf von Losen ermöglichte die Teilnahme an einer Tombola, die mit vielfältigen Preisen lockte, und im Weinkeller des Amtsrichterhauses wurden kunstvoll gefertigte Holzkraniche und Lampions angeboten, während der Freundeskreis ARS Plakate und Kunstkataloge im Angebot hatte.

Dem guten Zweck diente auch eine Kunstauktion, die der Lauenburgische Kunstverein veranstaltete.

Um das leibliche Wohl mussten sich die zahlreichen Gäste ebenso wenig Sorgen machen. Alle Einnahmen und Erlöse fließen in einen Fonds der deutsch-japanischen Gesellschaft, mit dem Aufbauprojekte in Fukushima unterstützt werden.

Für einen stimmungsvollen Abschluss des Abends sorgten zwölf Trommler der von Ingmar Kikat in Hamburg 2006 gegründeten Taiko-Schule Kion Dojo, die bei Fackelschein im Park des Amtsrichterhauses ein eindrucksvolles Klangerlebnis boten. Das Ensemble vermittelte den Facettenreichtum der japanischen Taiko-Musik im schnellen Wechsel der Rhythmen, geschickt zwischen laut und leise variierten Klängen und dem Einsatz der verschiedensten Trommelarten.

Den Abschluss des Abends bildete eine Lichterkette zum Gedenken an die Opfer der Katastrophe von Fukushima.

Es war ein besonderer Abend, den der Freundeskreis Amtsrichterhaus den zahlreichen Besuchern bot. Nicht nur sorgten die vielfältigen Aktivitäten rund um das Amtsrichterhaus für Abwechslung. Dank der aktiven Beteiligung der Menschen und der reichlich geflossenen Spenden konnte auch das Ziel der Organisatoren eingelöst werden, ein Zeichen der Solidarität mit Japan zu setzen.

 

Manfred Harms

 

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