Viel Skurriles rund um die Energie:

Bunter Liederabend im Augustinum Mölln

Das Motto seines Programms war passend zur Veranstaltungsreihe „Energie in der Linse“ des Forums für Kultur und Umwelt gewählt, und so nahm sich der Sänger und Songschreiber Klaus Irmscher aus Mölln des Themas Energie in ganz unterschiedlichen Facetten an: Mal wurde es politisch bei Biosprit und Atomausstieg, dann wiederum griff Irmscher kritisch den Umgang des Menschen mit Energie im Alltag auf–und bewies zugleich dass er die verschiedensten Tonlagen und Stimmungen souverän beherrschte, von satirisch-bissig bis entspannt-heiter. Auch führte der Liedermacher durch eine Vielzahl von Regionen, ohne das Lokal-Heimatliche zu kurz kommen zu lassen. So ließ er immer wieder Möllns prominentesten Vertreter Till Eulenspiegel zu Wort kommen, der beim Thema Energie der Politik, aber auch dem einzelnen Bürger beispielsweise als Autofahrer oder Flugreisender den Spiegel vorhielt.

Mit schauspielerischem Ausdruck wurden seine Lieder und Texte lebendig: Seine Wandlungsfähigkeit zeigte Irmscher, der unter anderem eine Schauspielausbildung absolviert hatte, in einer Vielzahl von Rollen, so als Polizist, Narr oder Firmenchef, aber auch im Wechsel zwischen den unterschiedlichsten Dialekten. Ein besonderer Höhepunkt des Abends bildete das Zwiegespräch des Sängers mit dem Stromgnom, das unheimliche, komische und nachdenkliche Töne anschlug. Für sprachliche und musikalische Abwechslung sorgte zudem ein Repertoire an plattdeutschen Liedern sowie Irmschers versiertes Gitarren-und Mandolaspiel.

 

Mit schauspielerischem Talent und Einfallsreichtum bot Klaus Irmscher im Theatersaal des Augustinums Mölln einen unterhaltsamen Liederabend, dem man eine noch größere Resonanz gewünscht hätte.

 

Manfred Harms

 

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