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Herzlich willkommen auf der Homepage des Forums für Kultur&Umwelt! Unter verschiedenen Rubriken präsentieren wir nicht nur das aktuelle Programm "Energie in der Linse", sondern auch Wissenswertes über das Forum: Hintergründe zur Entstehung, Organisationsform, Ziele und Grundsätze.

Bilanz des Programms „Energie in der Linse 2011“

 

Manfred Harms

 

Der Ansatz, das Thema Natur und Umwelt mit kulturellen Angeboten zu verbinden, hat sich auch bei der sechsten Veranstaltungsreihe des Forums im letzten Herbst bewährt. Insgesamt ca. 1600 Besucher lockte die  breite Palette von Vorträgen, Lesungen, Konzerten, Ausstellungen und Exkursionen an, die diesmal unter dem Motto „Energie in der Linse“ standen. Obwohl die Planungen für die Reihe schon lange vor Fukushima begonnen hatten, gab die Nuklearkatastrophe in Japan wie auch die damit ausgelösten Diskussionen um einen Atomausstieg der Energie-Thematik  besondere Aktualität.

 

Die erfreulich hohe Gesamtbesucherzahl ist deutliche Bestätigung für das Forum für Kultur&Umwelt,  bei der Planung  der Veranstaltung die richtige Mischung getroffen zu haben: anspruchsvolle und informative Vorträge, die die Grundzüge einer zukünftigen Energieversorgung ohne Uran und fossile Brennstoffe beleuchteten und sich mit der Klimaproblematik auseinandersetzten,  umfassende Besichtigungen von Produktionsanlagen, in denen anschaulich die Prozesse alternativer Energieerzeugung vorgeführt wurden, dazu ein abwechslungsreicher Strauß kultureller Veranstaltungen zum Thema Energie im engeren und weiteren Sinne. Als gute Lösung erwies sich auch das Konzept mehrerer Veranstalter (Buhck-Gruppe, Amt Schwarzenbek-Land), Werkführungen und Besichtigungen von Anlagen zur umweltfreundlichen Energieerzeugung im „Doppelpack“ anzubieten. Auf diese Weise konnten nicht nur Produktionsprozesse anschaulich dargestellt werden,  sondern zugleich in der Verbindung mit Vorträgen Kenntnisse über die größeren energiepolitischen Zusammenhänge vertieft werden.

 

Unter den Veranstaltungen gab es eine Reihe Highlights, die für besonderes Interesse sorgten und sich in einer hohen Besucherzahl niederschlugen: der lebendige Eröffnungsvortrag von Prof. Dr. Felix Ekardt,  Sprecher des Ethik-Beirates im BUND, der zum Thema „Nachhaltige Energieversorgung für Europa“ ungewöhnliche Sichtweisen und Zusammenhänge vermittelte; die fesselnde Analyse der Tierärztin und Autorin Dr. Anita Idel, die beim Thema „Kuh und Klimawandel“  mit manchem Klischee aufräumte, oder  der spektakuläre Experimentalvortrag von Horst Walschus im alten Lauenburger E-Werk zum Thema „Elektromagnetische Energien“. Erfolgreich waren auch die Veranstaltungen, die bereits Tradition  beim Forum haben wie die alljährlich unter fachkundiger Leitung stattfindende Pilzwanderung  sowie das wieder  gut besuchte Konzert  der Kreismusikschule, bei dem der Nachwuchs sein Können in den unterschiedlichsten Musikstilen-und -richtungen (von Klassik bis Jazz) zeigen konnte.

 

Auf reges Interesse stieß ebenso das hochbrisante Thema "Kontamination" das Gegenstand der Lesung von Boris Meyn war über die ungeklärten Ereignisse an den Standorten der atomaren Anlagen in Geesthacht. An die Rezitation aus seinem Roman schloss sich eine sehr aufschlussreiche Diskussion auf der Grundlage von Zeitzeugenberichten Betroffener an.

 

Eine große Resonanz fand ebenso der "Energie-Familientag" in Kuddewörde, auf dem Kinder und Jugendliche in einer Vielzahl von Experimenten den spielerischen Umgang mit Energie lernen konnten. Dem Freundeskreis Amtsrichterhaus Schwarzenbek wiederum gelang es, mit seinem "Benefizabend für Fukushima"  ein Zeichen der Solidarität mit Japan zu setzen. Ob Literatur, Kunst, Musik, Literatur oder Kulinarisches - ein  breitgefächertes Angebot an Aktivitäten sorgte dafür, dass die Benefizveranstaltung im und um das Amtsrichterhaus in Schwarzenbek ein voller Erfolg wurde.

 

Das Forum für Kultur & Umwelt plant eine Fortführung der Veranstaltungsreihe als Messe mit Konferenz und einem Markt der Möglichkeiten (24. bis 26.August 2012) in Geesthacht unter dem Motto "Energiewende -Messe Geesttacht 2012".  Diese "Messe von Bürgern für Bürger" wird Auskunft und grundsätzliche Handlungsanleitungen geben für die "Energiewende", für eine "Kommunale Energieversorgung" und für "Energiekonzepte für Jedermann." Die konkreten Planungen hierfür sind bereits weit fortgeschritten. Anfragen für Beteiligungen oder zur Förderung der Messe können schon getätigt werden unter der E-Mail Adresse:

 

sprecher@kultur-umwelt.de.